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Interactive Brokers

Professioneller Multi-Asset-Broker · Seit 1978

SEC / FCA / ASIC · 0 € Mindesteinlage · 150+ Märkte weltweit

4.8
EXZELLENT

1. Interactive Brokers — Der Profi-Broker

Wenn es einen Broker gibt, der als Maßstab für die gesamte Branche gilt, dann ist es Interactive Brokers. Gegründet 1978 von Thomas Peterffy — einem Pionier des elektronischen Handels — hat sich IBKR über Jahrzehnte als der Broker der Wahl für institutionelle und professionelle Anleger etabliert. An der NASDAQ notiert (IBKR), verwaltet das Unternehmen Kundeneinlagen in Milliardenhöhe.

Für Privatanleger war Interactive Brokers lange Zeit ein einschüchternder Ort: komplizierte Plattform, hohe Mindesteinlagen, Gebührenstrukturen, die ein Ingenieurstudium erforderten. Das hat sich grundlegend geändert. Mit dem IBKR Lite-Konto und der überarbeiteten Web-Oberfläche ist der Broker auch für ambitionierte Einsteiger zugänglich geworden.

Was sich nicht geändert hat: die schiere Tiefe des Angebots. 150+ Märkte in 33 Ländern, praktisch jedes denkbare Finanzinstrument, und Kommissionen, die regelmäßig Branchenvergleiche anführen. Wer bereit ist, die Lernkurve zu meistern, bekommt das Schweizer Taschenmesser unter den Brokern.

2. Trader Workstation (TWS) & weitere Plattformen

Die Trader Workstation ist das Flaggschiff — und gleichzeitig die größte Hürde von Interactive Brokers. Die Desktop-Anwendung bietet eine Funktionstiefe, die ihresgleichen sucht: Optionsketten, Algorithmus-basierte Ordertypen, Portfolio-Marginberechnung in Echtzeit, Risikomanagement-Tools und programmierbare Handelsstrategien via API.

Für wen die TWS zu komplex ist, gibt es Alternativen: IBKR Mobile (eine solide App), das Web-Portal (vereinfacht, aber funktional) und IBKR Desktop (die neue, modernisierte Variante). Letztere kombiniert ein aufgeräumtes Interface mit den wichtigsten Funktionen der TWS — unser Tipp für Einsteiger bei Interactive Brokers.

Die API-Anbindung verdient besondere Erwähnung. Über REST, FIX und die proprietäre TWS-API lassen sich algorithmische Strategien in Python, Java, C++ und weiteren Sprachen implementieren. Kein anderer Retail-Broker bietet eine vergleichbare Infrastruktur für Algo-Trader.

3. Kosten & Kommissionen

Die Gebührenstruktur von Interactive Brokers ist komplex, aber im Ergebnis fast immer günstig. IBKR bietet zwei Modelle: Fixed (Festpreis pro Aktie/Kontrakt) und Tiered (gestaffelt nach Volumen, inklusive Börsen- und Clearinggebühren). Für US-Aktien beginnt die Kommission bei 0,0035 USD pro Aktie — für europäische Aktien bei 0,05 % des Handelsvolumens.

Besonders attraktiv: Im Lite-Konto (verfügbar in den USA) entfallen Aktienkommissionen komplett. Europäische Kunden zahlen zwar Kommissionen, profitieren aber von den branchenweit niedrigsten Optionsgebühren (ab 0,65 USD pro Kontrakt) und Forex-Spreads ab 0,1 Pip.

Währungswechsel kosten bei IBKR lediglich 2 USD flat — ein Bruchteil dessen, was andere Broker über versteckte Wechselkursaufschläge berechnen. Wer international investiert, spart hier über das Jahr erhebliche Summen.

4. Produktangebot — Die Königsklasse

Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Forex, Anleihen, Investmentfonds, Warrants, strukturierte Produkte, CFDs — es gibt kaum ein Finanzinstrument, das IBKR nicht anbietet. Der Zugang zu 150+ Märkten in 33 Ländern ermöglicht eine Diversifikation, die bei keinem anderen Retail-Broker möglich ist.

Besonders hervorzuheben: Der Optionshandel an US-Börsen ist bei IBKR erstklassig umgesetzt. Komplexe Strategien wie Iron Condors, Butterflies oder Calendar Spreads lassen sich direkt über die TWS aufsetzen, inklusive Echtzeit-Gewinn/Verlust-Simulation.

Fractional Shares sind verfügbar, ebenso wie ein automatischer Dividenden-Reinvestitionsplan (DRIP). Die Möglichkeit, in Fremdwährungen zu handeln und Multi-Currency-Konten zu führen, macht IBKR zum idealen Broker für global denkende Anleger.

5. Regulierung & Sicherheit

Interactive Brokers unterliegt einer der strengsten regulatorischen Aufsichten der Branche. Die US-Muttergesellschaft ist bei der SEC und FINRA registriert, die britische Einheit bei der FCA, die irische bei der CBI, die australische bei ASIC. Kundengelder sind in den USA über die SIPC bis 500.000 USD geschützt — ein deutlich höherer Schutz als die europäischen 20.000 €.

Als börsennotiertes Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 40 Milliarden USD ist IBKR finanziell solide aufgestellt. Die Eigenkapitalquote übersteigt die regulatorischen Anforderungen um ein Vielfaches. Die Frage der Broker-Sicherheit stellt sich hier schlicht nicht.

6. Kontoeröffnung

Die Kontoeröffnung bei IBKR ist gründlich — und dauert deshalb etwas länger als bei Neo-Brokern. Der Online-Antrag umfasst Angaben zu Finanzstatus, Anlageerfahrung und Handelszielen. Die Verifizierung per Ausweisdokument und ggf. Einkommensnachweis kann 1–3 Werktage dauern.

Die Mindesteinlage beträgt 0 € — das war nicht immer so. Bis vor einigen Jahren verlangte IBKR 10.000 USD, was viele Privatanleger abschreckte. Heute gibt es keine Einstiegshürde mehr. Einzahlungen per Banküberweisung sind gebührenfrei; Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

7. Kundenservice

Der Support von Interactive Brokers ist funktional, aber kein Highlight. Per Telefon, Chat und Ticket-System erreichbar, sind die Antworten in der Regel kompetent, jedoch manchmal verzögert. Deutschsprachiger Support ist verfügbar, allerdings mit eingeschränkten Zeiten.

Wo IBKR glänzt: die umfangreiche Wissensdatenbank, die „IBKR Campus" mit Kursen und Webinaren, und die Community-Foren. Wer bereit ist, sich selbst einzuarbeiten, findet bei IBKR mehr Lernressourcen als bei jedem anderen Broker. Der Support per Ticket ist eher etwas für Eskalationsfälle.

8. Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Branchenweit niedrigste Kommissionen
  • 150+ Märkte, alle Assetklassen
  • Professionelle TWS-Plattform + API
  • Börsennotiert, finanziell unangreifbar
  • Multi-Currency-Konto

Nachteile

  • Steile Lernkurve bei der TWS
  • Kontoeröffnung dauert länger
  • Support nicht immer schnell
  • Interface kann Anfänger überfordern

9. Fazit — Für wen ist IBKR geeignet?

Interactive Brokers ist der Broker für Anleger, die es ernst meinen. Wer international diversifizieren, Optionen handeln oder algorithmische Strategien umsetzen möchte, findet hier ein Werkzeug, das keine Wünsche offen lässt. Die Gebühren sind unschlagbar, die Produkttiefe beispiellos.

Einsteiger, die eine intuitive App mit Social Features suchen, sind bei eToro oder Trading 212 besser aufgehoben. Doch wer bereit ist, sich in die TWS einzuarbeiten, wird mit einer Plattform belohnt, die professionellen Trading-Desks in nichts nachsteht. IBKR ist eine Investition in sich selbst.

Gründung1978
HauptsitzGreenwich, Connecticut, USA
RegulierungSEC / FCA / ASIC / CBI
Mindesteinlage0 €
KommissionenAb 0,05 % (EU-Aktien)
Hebel (Retail)Bis zu 1:30
PlattformenTWS, IBKR Desktop, Web, Mobile
ProdukteAktien, ETFs, Optionen, Futures, Forex, Anleihen, CFDs
Märkte150+ Börsen in 33 Ländern
DemokontoJa, kostenlos (Paper Trading)
Interactive Brokers TWS Screenshot

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